Mechthild Rawert KOMPAKT 01/2010

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Liebe Leserinnen,
lieber Leser,

Guido Westerwelle, FDP-Parteivorsitzender und jedenfalls qua Amt Bundesaußenminister, dominiert derzeit mit seinen Haudrauf-Reden die mediale Berichterstattung. Mit seinen angeblichen „Meisterwerken der Klientel-Rhetorik“ spaltet der Liberalen-Chef die Republik - ein  gefundenes Fressen für die Titelseiten. Bedauerlich nur, dass im Zuge dieser Debatte politische Botschaften mit Substanz, wie sie etwa vom SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel oder vom SPD-Fraktionvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier zum Bundesverfassungsgerichtsurteil, zur Gesundheitspolitik, zum Thema „Afghanistan“ kommuniziert wurden, kaum beachtet werden.

Ich will Heiner Geißler nicht widersprechen: „Die spätrömische Dekadenz bestand darin, dass die Reichen nach ihren Fressgelagen sich in Eselsmilch gebadet haben und der Kaiser Caligula einen Esel zum Konsul ernannt hat. Insofern stimmt Westerwelles Vergleich: Vor 100 Tagen ist ein Esel Bundesaußenminister geworden“, hatte der Ex-CDU-Generalsekretär in der Zeitung „Die Welt“ Westerwelles Rede ins historisch rechte Licht gerückt.

Und dennoch: Politik braucht seriöse Information, ja, braucht auch widersprüchliche Meinungen, damit BürgerInnen zur Einmischung und Teilhabe aufgefordert sind. Auf jeden Fall sind Demokratie und Politik mehr als propagierter Dschungelkampf à la Westerwelle, wo die Starken die Schwächeren fressen.

Deshalb meine Bitte an Sie: Auch in Ihrer Nähe gibt es Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die sich regelmäßig in verschiedenen Arbeitskreisen, Arbeitsgemeinschaften und Abteilungen (Ortsvereinen) treffen. Gern spreche ich mit Ihnen darüber, wo und wie Sie persönlich am besten mit uns in Verbindung treten können.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Bundestagsabgeordnete für Tempelhof-Schöneberg

Mechthild Rawert

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