Newsletter von Mechthild Rawert

... newsletter Mechthild Rawert 27. Mai 2015

Liebe Leserin, 
lieber Leser,

nur durch Begegnung können wir uns darüber austauschen, wie Sie bestimmte Sachverhalte sehen, welche Positionen Sie vertreten, welche Anmerkungen und Impulse Sie machen bzw. geben möchten, welche Fragen Sie gerne beantwortet hätten.

Damit wir uns begegnen, lade ich Sie zu nachfolgenden Veranstaltungen herzlich ein. Mit diesen Gesprächsangeboten greife ich Themenstellungen auf, die wir aktuell im Deutschen Bundestag diskutieren oder an mich herangetragen wurden, damit wir uns in einem größeren Kreise dazu verständigen.

Mit besten solidarischen Grüßen

Ihre Mechthild Rawert

Immer aktuell aus dem Deutschen Bundestag.
Immer aktuell aus Berlin.
Immer aktuell aus Tempelhof-Schöneberg.

Ihnen gefällt der Newsletter? Dann empfehlen Sie ihn doch bitte weiter. Der Newsletter kann über meine Homepage durch die einfache Angabe Ihrer E-Mail-Adresse abonniert werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben oder zu anderen Zwecken verwendet als zum Versand dieses Newsletters: http://www.mechthild-rawert.de

... newsletter Mechthild Rawert 18. Mai 2015


Liebe Leserin, 
lieber Leser,

ich gratuliere Dr. h.c. Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, zur Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen. Mit dem Preis werden seit 1950 Persönlichkeiten oder Institutionen geehrt, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben. Die Begründung des Direktoriums zur diesjährigen Verleihung des Karlspreises: geehrt wird ein herausragender Vordenker des Vereinten Europas, der sich um die Stärkung des Parlaments, des Parlamentarismus und der demokratischen Legitimation in der EU bedeutende und nachhaltige Verdienste erworben hat. Präsident Schulz hat der europäischen Idee einen wichtigen Impuls verliehen. Es gilt, diese Idee auch für die Zukunft zu stärken.

Politik ist auch Organisation

Technik bringt Wandel: Diejenigen, die via Facebook in der Vergangenheit tagesaktuell auf neue Artikel auf meiner Website hingewiesen wurden, haben bemerkt, dass dieses Verfahren aufgrund von fb-Änderungen nicht mehr gilt. Umso mehr gilt: Bitte schauen Sie von sich aus regelmäßig auf meine Website. Hier finden Sie auch viele Termine, zu denen Sie herzlich eingeladen sind sowie weitere Kontaktdaten meinerseits.

Bitten möchte ich Sie um Änderungen in Ihrem Adressverzeichnis:

Ebenfalls bitte ich Sie um Geduld: Wir erhalten hunderte von Emails täglich, die gesichtet und bearbeitet werden. Daher kann es dauern, bis Sie eine Antwort auf Ihre Email erhalten. Wir alle sind sehr bemüht, dass nichts untergeht.

newsletter Mechthild Rawert 17. April 2015

Liebe Leserin, 
lieber Leser,

"Er war ein richtiger Friedenauer", so titulierte der rbb seinen Beitrag zum Tod von Günter Grass, der im Alter von 87 Jahren am 13. April in Behlendorf bei Lübeck verstorben ist. In der Niedstraße 13 in Friedenau lebte er mit seiner kinderreichen Familie von 1963 bis 1996. Älteren NachbarInnen ist er noch immer als freundlicher und liebenswerter Nachbar in Erinnerung. Seiner gedacht habe ich am Montagabend vor dem Fernseher. Ihm zu Ehren fand eine Programmänderung statt. Gezeigt wurde „Die Blechtrommel“, sein 1959 erschienener Roman, für den er den Literaturnobelpreis erhielt und der 1979 von Volker Schlöndorff verfilmt worden war.

Bekannt war Grass auch für sein gesellschaftskritisches Engagement. Mit Willy Brandt verband ihn eine enge Freundschaft. Der Literat war einer der wichtigsten Wahlkämpfer des späteren Bundeskanzlers. Im „Aus dem Tagebuch einer Schnecke“ ist nachzulesen, dass die Kinder ihn einst vor einem Aufbruch zum „Wahlkontor“ fragten:

 „Und wohin willste morgen schon wieder?“

„Nach Castrop- Rauxel.“

„Und was machste denn da?“

„Redenreden.“

„Immer noch Espede?“

„Fängt ja erst an.“

Günter Grass trat 1982 in die SPD ein. Er war Mitglied meiner Heimatabteilung, der SPD Friedenau. Obwohl er seine Mitgliedschaft 1992 aus Protest gegen den Asylkompromiss aufkündigte, setzte er sich auch danach für sozialdemokratische Werte und Ideen ein. Er blieb der SPD bis zuletzt verbunden. "Mit ihm verlieren wir einen der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsgeschichte und einen engagierten Autor und Kämpfer für Demokratie und Frieden" (Sigmar Gabriel).

newsletter Mechthild Rawert 27. März 2015

Liebe Leserin,
lieber Leser,

eine unfassbare Tragödie ist geschehen. Angehörige, Freundinnen und Freunde, Mitschülerinnen und Mitschüler, Kolleginnen und Kollegen trauern um ihre Lieben. Mit Schweigeminuten zeigen viele Menschen ihre Anteilnahme über den Tod von 150 Menschen. Niemand ist unberührt, die Betroffenheit groß. „Wir sind tief erschüttert über diese Katastrophe, die eines der größten Unglücke in der Geschichte der deutschen Luftfahrt ist. Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden der Opfer und sprechen Ihnen unser Mitgefühl aus“, erklärt Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert im Gedenken an die Opfer von Flug 4U 9525. Auch der Deutsche Bundestag gedachte der Opfer des Germanwings-Flugzeugabsturzes am 24. März. Mir fehlen die Worte.

newsletter Mechthild Rawert 13. März 2015

Liebe Leserin, 
lieber Leser,

jede und jeder von uns weiß: Ich bin Teil des demografischen Wandels! Das bezieht sich selbstverständlich auch auf den Bereich Pflege. Nach gestern veröffentlichten Daten waren im Dezember 2013 in Deutschland 2,63 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). 71 Prozent oder 1,86 Millionen aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt. Von diesen erhielten 1,25 Millionen Pflegebedürftige ausschließlich Pflegegeld, wurden also in der Regel allein durch Angehörige gepflegt. Weitere 616.000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten, die Pflege erfolgte zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste. 29 Prozent bzw. 764.000 Pflegebedürftige wurden vollstationär in Pflegeheimen betreut. Eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz aufgrund von demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen wies ein Drittel (35 %) der Pflegebedürftigen auf. 

Kann Pflege zu Hause ein Zukunftsmodell bleiben?

Den größten Pflegedienst hierzulande leisten unbestreitbar die Angehörigen von Pflegebedürftigen oder deren FreundInnen und Bekannte. Glücklich also die Menschen, die über „soziales Kapital“ im Sinne von Freundschafts-, Nachbarschafts-  und Fürsorge-Netzen verfügen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird steigen, laut Berechnungen des Bundesministeriums für Gesundheit auf rund 4,4 Millionen im Jahr 2050. Und unsere Gesellschaft ändert sich bis dahin sehr: U.a. stehen immer mehr ältere Menschen immer weniger Jüngeren gegenüber. Auch der familiäre Zusammenhalt verändert sich, Mobilität, die eigene Berufstätigkeit, aber auch der Wille der Älteren, sich nicht von den Kindern pflegen zu lassen, sind nur einige Gründe. Der Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben, hat gemäß nationaler und internationaler Studien aber Bestand.

Bisher liegen nur wenige konkrete Daten über Umfang und Art der Pflege durch Angehörige vor. Die ebenfalls aktuelle Studie „Pflegen: Belastung und sozialer Zusammenhalt - Eine Befragung zur Situation von pflegenden Angehörigen“ fragt danach, welche Bedarfe auf Seiten der Pflegebedürftigen, aber auch auf Seiten der Pflegenden bestehen. Ziel der Befragung war es, Erkenntnisse über die Belastungssituation der Pflegenden und über die Inanspruchnahme von Entlastungsangeboten zu erhalten. Wesentliche Ergebnisse dieser Studie sind:

  • Pflegende Angehörige sind oftmals enge Verwandte, vor allem Kinder (50 Prozent).
  • Die größte Gruppe stellen Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren dar. Informell Pflegende schätzen ihren eigenen Gesundheitszustand im Vergleich zur Gesamtbevölkerung weniger positiv ein. 
  • Personen, die Pflegebedürftige mit Demenz pflegen, sind signifikant stärker belastet. 
  • Die große Mehrheit der pflegenden Angehörigen (80 Prozent und mehr) nimmt aber auch Kraft aus der Pflege mit und fühlt sich in der Lage, die Pflege gut zu bewältigen.
  • Als Beweggrund für die Übernahme der Pflege geben ältere Pflegende sehr viel häufiger Pflichtgefühl und Familienzusammenhalt an als jüngere Angehörige.
  • Etwas mehr als die Hälfte der Pflegenden ist berufstätig (55 Prozent). Davon hat jede/r Dritte seine Arbeitszeit aufgrund der Pflegesituation reduziert und ebenfalls fällt es jeder/m Dritten schwer, Beruf und Pflegetätigkeit zu vereinbaren.
  • Es werden überraschend viele Entlastungs- und Betreuungsangebote nicht genutzt oder sie sind nicht bekannt.

Fakt ist: Wir müssen vorhandene Unterstützungsangebote überprüfen und weiterentwickeln sowie weitere Erkenntnisse für neue und optimierte Versorgungsangebote gewinnen.

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