Rawert vor Ort

Eine selbstbestimmte Familienplanung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Das Bundesforum Familie organisierte am 28. Juni 2017 in Berlin eine Auftaktveranstaltung zum Modellprojekt „biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung“ . Das Modellprogramm dient der Verbesserung einer selbstbestimmten Familienplanung. 

Seit der Studie „frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf von Frauen – Schwerpunkt: Ungewollte Schwangerschaften“ ist belegt, dass sexuell aktive Frauen mit einer niedrigen Bildung und/oder mit einer subjektiv als schlecht eingeschätzten finanziellen Situation häufiger nicht verhüten – und dass obwohl sie keinen Kinderwunsch haben. Frauen, die staatliche Transferleistungen erhalten (ALG II, Grundsicherung) nehmen seltener die Pille und verhüten seltener mit der Spirale, dafür aber häufiger mit Kondomen. Sie überantworten damit ihre persönliche Familienplanung verstärkt auf die Männer.

Diskussion mit Schüler*innen: Zeit für mehr Chancengleichheit

Ich bin beeindruckt, dass sich Menschen in so jungen Jahren bereits mit der Zukunft der Sozialversicherung und der damit verbundenen Generationengerechtigkeit beschäftigen. Die Schüler*innen des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Berlin-Lichtenrade hatten am 26. Juni 2017 sechs Politiker*innen zur Diskussion eingeladen. Fünf waren anwesend – und ich trat als SPD-Direktkandidatin an. Die Diskussion war von den Schüler*innen sehr gut vorbereitet und gestaltete sich unter ihrer Moderation auch sehr lebhaft. Ich mag das sehr. Mit einer auf drei Minuten begrenzten Redezeit hatten wir Politiker*innen die jeweilige Aufgabe, die Fragen der Schüler*innen beantworten. Dabei ging es um die Themen Bildungs- und Geflüchtetenpolitik sowie zur Zukunft der Sozialversicherung zu und wir stellten hierbei die Werte unserer jeweiligen Parteienfamilie dar.

SPD Spandau: Senior*innenfachtag zum Thema Pflegestärkungsgesetz II+III- Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht

Die Pflegestärkungsgesetze haben deutliche Verbesserungen für Pflegebedürftige, für pflegende Angehörige und für professionell Pflegende gebracht. Aber sie dürfen noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Diese Botschaft habe ich auf der Seniorenfachtagung dem Thema „Informationen rund um das neue Pflegestärkungsgesetz“ deutlich gemacht. Die Veranstaltung fand am 14. Juni 2017 im Spandauer Dr. Hermann-Kantorowicz-Haus statt. Auf Einladung von Raed Saleh, Kreisvorsitzender der Spandauer SPD, MdA und SPD-Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus, habe ich über die die wichtigsten Änderungen und Neuerungen, die sich aus den neuen Pflegegesetzen ergeben, referiert. Gemeinsam mit Raed Saleh, Swen Schulz, MdB und Detlef Schuster, Kreisvorsitzender der AWO Spandau, fand ein spannender Austausch statt. Das besonders Spannende waren wieder die Fragen und Anmerkungen rund um das Thema Pflege und Betreuung der zahlreich anwesenden Gäste.

Solidarität mit der LGBTI*-Bewegung in Istanbul

In Istanbul hat die Polizei mit Gummigeschossen und Wasserwerfern eine Demonstration für die Rechte Homosexueller verhindert. Die Gay Pride war vor Wochen bereits angemeldet gewesen, wurde aber einen Tag zuvor verboten. Abgesperrt wurde der Bereich um die Einkaufsstraße Istiklal, die zum Taksim-Platz führt. Da sich einige LGBTTI*-Mitglieder und ihre Unterstützer*innen dennoch auf dem Taksim-Platz versammelten, ging die Polizei mit Gummigeschossen gegen sie vor und nach auch mehr als 20 Personen fest. Darunter auch ein Journalist.

2009 und 2013 bin ich selber auf der TransPride in Istanbul gewesen und habe mich gefreut, dass nicht nur Mitglieder der LGBTI-Community, sondern auch viele Unterstützer*innen friedlich für die Rechte der lesbischen, schwulen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen auf die Straße gegangen sind. 2017 ist die Demonstration für die gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) nun zum dritten Mal allerdings nicht genehmigt worden. Das Verbot des Istanbuler Gouverneur mit der Sicherheit von Tourist*innen sowie der öffentlichen Ordnung anlässlich des Beginns des Ramadanfestes zu begründen ist perfide.

„Europa ist ein Schatz“

Europa wird erst beweint, wenn es nicht mehr da ist. Diese Tränen möchten wir verhindern, deshalb haben Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann, Mitglied des Europäischen Parlaments und ich am 16. Juni 2017 interessierte Bürger*innen zur Veranstaltung „Europa sind wir, Europa braucht Dich! Mach mit“ in das Europäische Haus geladen. Gemeinsam mit unseren Podiumsgästen Federico Quadrelli, Christiane Pecek und Dr. Alexander Freiherr Knigge diskutierten wir über die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation Europas.

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