Vor Ort

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks überreicht Auszeichnung an die GeWoSüd

Die 1300 Wohnungen umfassenden Gartenstadt-Siedlung Lindenhof, die der Genossenschaft GeWoSüd gehört, ist am 3. November 2016 als UN-Dekade Projekt „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet worden. Ich gratuliere sehr herzlich. Ziel der UN-Dekade ist es, alle gesellschaftlichen Gruppen zu mobilisieren, sich als Partner der Natur für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu engagieren. 

Bundesumweltministerin Hendricks unterstrich in ihrer Rede, dass die GeWoSüd ein Vorbild für den Erhalt der biologischen Vielfalt im Stadtgrün sei. Sie stellte klar, dass der städtische Raum nicht nur die „grünen Lungen“ der Grünanlagen brauche, sondern auch die biologische Diversität. Diese finde hier eine wunderbare Berücksichtigung. Auch Stadtentwicklungssenator Geisel, der die Glückwünsche des Berliner Senats zur Auszeichnung überbrachte, lobte das Engagement der GeWoSüd.  

Mit der Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt wird das Engagement der Genossenschaft als Wohnungsbauunternehmen und das große ehrenamtliche Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner für die aktive Förderung der biologischen Vielfalt gewürdigt.

Lichtenberg: „Pflege ist eine Kunst“

Florence Nightingale sagte einst, „Pflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung, wie das Werk eines Malers oder Bildhauers. Denn was bedeutet die Arbeit an toter Leinwand oder kaltem Marmor im Vergleich zu der am lebendigen Körper…?“ Mit der Pflegeberufereform wollen wir die Pflegeberufe attraktiver machen und mit den Pflegestärkungsgesetzen die Versorgungssicherheit für Pflegebedürftige sichern. Pflege braucht mehr gesellschaftliche Anerkennung.

Pflege ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das verdeutlichen Einladungen wie die des SOZIALWERK des Demokratischen Frauenbundes (Dachverband) e. V.  In der Lichtenberger Seniorenbegegnungsstätte „Rusche 43“ wurde ich am 27. Oktober 2016 zur gesundheitspolitischen Informationsveranstaltung „Pflege - wie weiter? Das neue Pflegestärkungsgesetz: Zahlen - Fakten - Hintergründe“ eingeladen. Deren Leiter Eberhard Scholz und Ilona Schmidt, Leiterin des Frauentreffs Alt-Lichtenberg sowie Sabine Krusen, Leiterin des Frauentreffs Hellma in Marzahn, hatten sich mehr Informationen über die aktuelle Pflegereformen gewünscht. Diese Veranstaltung ist als Auftaktveranstaltung für weitere Gespräche unter anderem mit PflegedienstleisterInnen geplant. Die Bedeutung von Pflege für unser aller Gesundheit und Wohl wurde dann auch intensiv diskutiert mit Mitgliedern und Beschäftigten von Fraueninitiativen und Sozialverbänden wie der Volkssolidarität, von SeniorInnenvertretungen, Pflegestützpunkten und Wohnungsgesellschaften sowie interessierten BürgerInnen.

PsychVVG: Vor der Verabschiedung des Gesetzes den Rat von vor Ort einholen

Seelische Erkrankungen werden heutzutage häufiger behandelt als früher - und das ist gut so. Damit sind aber auch neue Herausforderungen für das Versorgungssystem verbunden. Seit dem 5. September liegt dem Deutschen Bundestag der Gesetzentwurf der Bundesregierung „Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) vor. Die 1. Lesung fand am 22. September 2016 statt. Dieses Gesetz ist notwendig, damit die vorhandene Qualität der gesundheitlichen Versorgung bei einer steigenden Zahl seelisch kranker Menschen gesichert und bei Bedarf verbessert wird. Nach langem Ringen mit der Union haben wir SozialdemokratInnen eine patientInnenorientierte Weiterentwicklung der Vergütung in der stationären psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung durchgesetzt: Behandlungen mit hohem Aufwand werden künftig besser vergütet werden als Behandlungen mit weniger hohem Aufwand.

DL-Dialog „Arbeitszeitverkürzung – Der Weg zu mehr Gleichberechtigung?“

„Nach wie vor verbringen Väter deutlich mehr Zeit im Büro als Mütter, während Frauen mehr unbezahlte Sorge- und Haushaltsarbeit leisten. Auch wenn sich in Sachen Gleichberechtigung viel getan hat in den vergangenen Jahrzehnten sind wir von echter Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt - und das, obwohl sowohl Männer als auch Frauen sich oft eine andere Aufgabenteilung wünschen. Wie kann die partnerschaftliche Aufteilung von häuslicher Arbeit gelingen? Welchen Beitrag kann die Verkürzung der Arbeitszeit dazu beitragen?

Diese Fragen diskutierten wir im Rahmen unserer Gesprächsreihe DL-Dialog auf unserer Veranstaltung „Arbeitszeitverkürzung – der Weg zu mehr Gleichberechtigung?“ am 19. Oktober 2016 in Berlin mit unseren ReferentInnen Mechthild Rawert, Jonathan Menge und Elisa Gutsche.

Zur Begrüßung verwies die DL-Vorsitzende Hilde Mattheis darauf, dass die Gleichstellung der Geschlechter immer noch eine zentrale Frage für das Erreichen von Gerechtigkeit ist. Hier sei die Verteilung von Macht, Zeit und Geld wesentlich. Sie verwies darauf, dass Väter in Führungspositionen mehr Überstunden leisteten als Männer ohne Kinder, während Frauen nach der Familienphase auf einem geringeren Niveau in den Beruf zurückkehrten.

20 Jahre Willy Brandt Center - „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“

Jungen Menschen muss ermöglicht werden, positiv in ihre Gesellschaften hineinzuwirken und für wirkliche Veränderungen werben. Dafür wurde 1996 das deutsch-israelisch-palästinensische „Willy Brandt Center“ in Jerusalem gegründet. Erst im Jahr 2003 erhielt das Willy Brandt Center allerdings seinen festen Standort: Ein Haus in Abu Tor, welches sich direkt auf der Grünen Linie - der Waffenstillstandslinie von 1948 zwischen Ost- und West-Jerusalem - befindet.

Das Willy Brandt Center (WBC) entstand aus einem Friedensprojekt, das permanenten Austausch und Verständigung zwischen den Jugendorganisationen Jusos der deutschen SPD, „Shabibet Fatah“ der palästinensischen Fatah und „Awoda“-Jugend der israelischen Arbeitspartei organisieren sollte. Die Vorsitzenden der Jugendorganisationen machten in einem Grundlagenvertrag die Eckpfeiler der zukünftigen Zusammenarbeit deutlich. Denn: Wahrhaftiger Frieden könne nur durch einen ständigen Dialog sowie gegenseitiges Verständnis für die Situation der Anderen erreicht werden. Dies wusste auch der Namensgeber Willy Brandt, dessen Zitat „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“ das Leitmotiv des Centers wurde. Für die Jusos unterzeichnete die damalige Vorsitzende und heutige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

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