SPD: Frauen ihr entscheidet – wir sind die Mehrheit - Interessenspolitisch aber auch nur dann, wenn frau entsprechend wählen geht!

 Nutzen Sie Ihre Chance bei der Bundestagswahl am 24. September 2017. Meine Bitte: Nutzen Sie den Gleichstellungs-Check des Deutschen Frauenrats. Ich fordere Sie alle auf: Verteidigen Sie Frauenrechte! Geben Sie Ihre Stimme für eine geschlechtergerechte und demokratische Gesellschaft ab! Wir brauchen aber mehr Geschlechterdemokratie!

Wir brauchen mehr Frauen in die Parlamente!

Rund 40 Prozent der Wähler*innen sollen noch unentschieden sein, wen sie am Sonntag bei der Bundestagswahl wählen wollen. 51,5 Prozent der rund 61,5 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland sind Frauen (31,7 Mio.) Ich hoffe nicht, dass die Schätzungen richtig sind, die besagen, dass der Frauenanteil unter den Wähler*innen am Sonntag nur bei 31-32 Prozent liegen soll. Liebe Frauen, ich würde das absolut NICHT VERSTEHEN!

Gleichstellungs- und Familienpolitik sind mir sehr wichtig

Daher meine Bitte: Liebe Frauen, lasst nicht Dritte über unsere Rechte entscheiden! Selbst der noch unbefriedigende Status quo ist für die Zukunft automatisch gewährleistet. Es kann erschreckenderweise auch rückwärtsgehen. Ich kämpfe für vorwärts, für die Durchsetzung von Frauenrechten und für Geschlechtergerechtigkeit. Das ist aber erfolgreich nur möglich, wenn frau auch den fortschrittlichen Parteien im Hinblick auf Gleichstellungs- und Familienpolitik ihre Stimme gibt. Für mich und viele andere ist das die SPD.

Familie und Gleichstellung gehören zu den größeren Wahlkampfthemen. Die Differenzen gerade in diesen Politikfeldern sind groß zwischen den Parteien. Das wird in den Wahlprogrammen deutlich, das wird aber auch deutlich auf den Plakaten im Berliner Stadtbild.

Gleichstellung und Familie wertschätzen: Dazu sagen Wahlplakate mehr als 1000 Worte

Die CDU wirbt für „Für mehr Respekt vor Familien“ und fordert: „Familien sollen es kinderleichter haben“ - gezeigt wird aber nur eine stereotype Familie mit Mann, Frau und blond-blauäugigem Kind.

Die SPD fordert mehr Geschlechtergerechtigkeit. So auf einem Großflächenplakat, in dem eine junge Frau in Arbeitshose, Ohrschutz und Schutzbrille neben einer Maschine steht: „Wer 100 % leistet, darf nicht 21 % weniger verdienen“ und kritisiert damit die große ungerechte Lohnlücke zwischen den Frauen und Männern. Außerdem heißt es eindeutig: „Unsere Familienpolitik ist genauso: laut und fordernd“ und „Kinder fordern Eltern. Wir fördern Eltern.“ auf den Wahlplakaten.

Weniger konkret sind der Linken. Die Schlagworte - so manches Mal mit einem rosafarbenen Herz versehen - lauten „Respekt“, „Mensch“, „Verdient“ oder „Kinder“.

Auch für Bündnis 90 / Die Grünen ist Lohngerechtigkeit ein wichtiges Thema: „Wenn man gleich viel leistet, sollte Frau auch gleich viel verdienen“.

Der FDP ist Familie und Gleichstellung kein Plakat wert. Passt vielleicht auch nicht zum allpräsenten Christian Lindner.

Dafür wird die AfD bei den Themen Gleichstellung und Familie deutlich: Eine klischeehaft-konservative Vater-Mutter-Kind Familie frohlockt im Sonnenuntergang am Strand „‘Traditionell?‘ Uns gefällt’s“. Sexistisch ist ein weiteres Plakat, das die Hintern von schlanken jungen Frauen im Bikini zeigt: „‘Burkas?‘ Wir steh’n auf Bikinis“.

Gleichstellungs-Check des Deutschen Frauenrats

Der Gleichstellungs-Check des Deutschen Frauenrats gibt eine kurze und prägnante Übersicht zu den Positionen der Parteien in Gleichstellungsfragen. Bis auf die AfD widmen fast alle Wahlprogramme der Gleichstellungspolitik eigene Kapitel. SPD, LINKE und GRÜNE behandeln frauenpolitische Themen besonders umfangreich. Der Deutsche Frauenrat begrüßt das als klares Zeichen für das Bekenntnis zur Frauenpolitik.

„Parlamentarische Mehrheiten für ein Rückkehrrecht auf Vollzeit und eine Reform des Ehegattensplittings sind laut den Parteiprogrammen möglich. Unser Gleichstellungs- Check zeigt: Wer Frauenpolitik voranbringen will, muss eine bewusste Wahlentscheidung treffen“, betont Hannelore Buls, Vorstand DF und Leiterin des Fachausschusses zur Bundestagswahl 2017. CDU/CSU,

SPD, Linke, die Grünen und die FDP führen zumindest eine oder mehrere Maßnahmen für Gleichstellungspolitik auf – die AfD fordert dagegen die Abschaffung der Frauenquote und stellt sämtliche gleichstellungspolitische Maßnahmen in Frage. Ehe und Familie folgen hier einem Leitbild, dass der Lebensrealität und Vielfalt in unserem Lande so gar nicht mehr entspricht – und ich auch auf gar keinen Fall wieder haben will!

Die Realisierung der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern wird unterschiedlich intensiv betrieben: CDU/CSU setzen auf eine bloße Fortführung des EntgelttransparenzgesetzesDieses reicht zur Schließung der Lohnlücke, reicht für Geschlechtergerechtigkeit aber noch nicht! Die SPD hat sich mit einem allgemeinverbindlichen Branchentarifvertrag für soziale Berufe, einem Pakt für anständige Löhne und einer Weiterentwicklung des Transparenzgesetzes viel vorgenommen. Die Linke möchte ein verbindliches Entgeltgleichheitsgesetz durchsetzen, Bündnis 90/Die Grünen wollen einen Tarifvertrag „Soziale Dienste“, ein effektives Entgeltgleichheitsgesetz und mehr Lohntransparenz. Die FDP setzt sich für eine bessere Bezahlung und Ausbildung des Kita-Personals ein, was aber ist mit den anderen sogenannten „Frauenberufen“? Die AfD will von all dem Nichts und kritisiert die Aktionen zum Equal Pay Day, also die Aktionen zur Schließung der Lohnlücke von 21 Prozent als „Propagandaaktion“ - für mich heißt das: Frauen sollen ungleich behandelt werden, sollen weiter benachteiligt und diskriminiert werden. Eine wahrlich ätzende und abzulehnende Vorstellung.