Auf ein letztes Wort ... Mechthild Rawert, 29. September 2017

 Liebe Leserin, lieber Leser,

das Ergebnis der Bundestagswahl ist für die SPD enttäuschend und bitter. Eine der Folgen ist, dass ich dem Deutschen Bundestag in der 19. Legislatur nicht angehören werde. Ich möchte Ihnen danken, dass wir in den vergangenen Jahren gemeinsam für Freiheit, Gleichheit und Solidarität eingetreten sind. Sie waren Mitstreiter*innen für soziale Gerechtigkeit insbesondere in den Feldern der Gesundheit und Pflege, der Inklusion, der Gleichstellung der Geschlechter und für eine weltoffene freiheitliche Gesellschaft, für ein europäisches Deutschland, in dem die Würde und gleichen Rechte für Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Identität, ihrer Herkunft und Heimat, ihres Alters, ihrer Behinderung oder ihrer Religionszugehörigkeit gelten.

Mein allergrößter Dank gehört meinem Team: Matthias Geisthardt, Manuela Harling, Sigrid Hinteregger, Jürgen Finke, Petra Warda, Ralph Ehrlich, Sandra Strube-Lahmann und Özlem Topuz und den vielen, die in den vergangenen 12 Jahren zu meinem bunten und lebendigem Team gehört haben. Erst durch und mit ihnen gemeinsam ist all das Erreichte in der parlamentarischen Arbeit als auch im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg ermöglicht worden. Wir alle gemeinsam wollten sozialdemokratische Politik nah bei den Menschen machen – und ich bin überzeugt, wir haben auch sozialdemokratische Fußstapfen setzen können.

Die SPD wird nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir werden eine umfassende Aufarbeitung leisten müssen und unsere Partei neu ausrichten. Meine Bitte an Sie: Machen Sie mit! Gestalten Sie mit! Denn Ihre Meinung zählt – in den wohnortnahen Abteilungen, in den Arbeitsgemeinschaften. Sie finden uns unter www.spd.de oder für die Berliner*innen unter www.spd-berlin.de.

Das Ergebnis der Bundestagswahl werden wir alle gesellschaftspolitisch aufarbeiten müssen. Mich bedrückt sehr, dass mit dem Einzug der Schande für Deutschland rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte im Deutschen Bundestag sitzen, dass so viele Wähler*innen dieser Partei ihre Stimme gegeben haben. Es ist also nicht die Aufgabe der Parteien und der Parlamentarier*innen im Deutschen Bundestag allein, diesem Rechtsruck Widerstand anzusagen. Gefordert ist jede Bürgerin, jeder Bürger! Es geht um unsere gemeinsame Demokratie und Freiheit, um den Wert von Humanität in unserer Gesellschaft. Ich denke häufig an die Rede von Otto Wels (nachzuhören auf der Webseite des Friedrich-Ebert-Stiftung) und zeuge den Mitgliedern der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion für ihr Abstimmungsverhalten am 23. März 1933 meinen Respekt. Heute ist es unsere Aufgabe, für unsere demokratische Verfassung, für unseren Sozial- und Rechtsstaat und für ein weltoffenes Einwanderungsland Deutschland einzutreten.

Liebe Leserin, lieber Leser,

dies ist der letzte Newsletter der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert (SPD). Mein Team und ich wickeln in diesen Tagen ab, keine einfache Aufgabe. Wir alle müssen uns neu sortieren. Aber eines bleibt: Zusammen mit der SPD werden wir weiterhin für eine soziale und demokratische Gesellschaft kämpfen.

Die MdB Mechthild Rawert verabschiedet sich, Mechthild Rawert lebt weiter. Wenn Sie Lust auf einen Kontakt haben:

Email: rawert.asf@berlin.de 

Handy: 0178 859 14 20

Ich wünsche Ihnen alles Gute,

mit besten und solidarischen Grüßen

Ihre Mechthild Rawert