(Erschienen in der Berliner Stimme Nr. 18 - 65. Jahrgang, 12. September 2015)
Mechthild Rawert: Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff kommt
Was lange währt, wird gut! Der Kabinettsentwurf des Pflegestärkungsgesetzes II (PSG II) liegt nun vor und die parlamentarische Debatte dazu ist voll im Gange. Dieses Gesetz wird die größte Reform der Sozialen Pflegeversicherung seit ihrer Einführung im Jahr 1995. Dafür hat die SPD viele Jahre hartnäckig gearbeitet und gekämpft. Intensive Debatten in der Politik, zwei hochkarätig besetzte ExpertInnenbeiräte und zwei umfangreiche Modellstudien haben den Neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff gründlich vorbereitet. Dieser bewirkt für die Pflegebedürftigen bedeutend mehr Bedarfsgerechtigkeit, mehr Teilhabe im Alltag und bessere Chancen für die Rehabilitation. Bisherige Benachteiligungen für Menschen mit kognitiven (z. B. demenziellen) oder psychischen Erkrankungen gegenüber somatisch Erkrankten heben wir damit endlich auf. Viele Gründe, uns zu freuen!
Ich unterstütze den fraktionsübergreifenden Aufruf „Flüchtlinge schützen - Rassismus ächten - Naziterror bekämpfen“. Wir bieten Rechtspopulisten, Rechtsextremen und NationalsozialistInnen die Stirn: Rassismus und Menschenfeindlichkeit haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Wir heißen die Flüchtlinge bei uns in Deutschland Willkommen!
Fraktionsübergreifender Aufruf
Flüchtlinge schützen - Rassismus ächten - Naziterror bekämpfen
Fast täglich brennen Flüchtlingsunterkünfte irgendwo in Deutschland. Allein bis Ende August 2015 wurden mehr als 340 solche Straftaten in diesem Jahr registriert. Im Netz macht sich eine unerträgliche rassistische Hetze gegen Flüchtlinge breit. Menschen, die sich für Flüchtlinge in Deutschland engagieren, werden bedroht. Wer das Asylrecht verteidigt, erhält nur allzu oft menschenverachtende Hasspost. Nazis und Rechtsextreme mobilisieren deutschlandweit gegen Menschen in Not und auf der Flucht. Dabei setzen sie auch auf Terror und Gewalt.
Wohnzimmergespräch am 01.09.2015 zum Thema Hauswirtschaft und Pflege
„Hauswirtschaft - das ist ein bisschen kochen, Wäsche waschen und putzen - das kann jeder, und jede sowieso. Das ist doch schnell gemacht“. Das sind gängige Antworten auf die Frage, was hinter dem Beruf Hauswirtschaft steckt, wenn nicht sogar zuerst die Gegenfrage kommt: „Das ist ein Beruf?“
Ja, Hauswirtschafter/in ist ein Ausbildungsberuf. Ein Beruf, der nichts mit den üblichen Vorurteilen zu tun hat. Die Kompetenzen einer HauswirtschafterIn reichen von der Verpflegung, Textilreinigung und Raumgestaltung bis hin zur „selbstständigen Planung und Bearbeitung fachlicher Aufgabenstellungen in der hauswirtschaftlichen Versorgung und Betreuung“ und Personalplanung- und -anleitung. So vielfältig wie die Kompetenzen der HauswirtschaftlerInnen sind auch die Tätigkeitsfelder, in denen diese arbeiten können.
Der Start in das jeweils kommende Halbjahr ist für die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion immer verbunden mit einer Klausur in einem anderen Bundesland. Am 3./4. September 2015 waren wir auf Einladung von Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, im wunderschönen Mainz. Sehr schön war der gemeinsam verbrachte Abend im Kurfürstlichen Mainzer Schloss, an dem zahlreichen freiwillig Engagierten für ihren Einsatz gedankt wurde.
Wir wollen unsere Gesellschaft zusammenhalten. Deshalb verlieren wir die Sorgen der Menschen nicht aus dem Blick. Wir waren sehr arbeitsam und haben gleich vier konkrete Beschlüsse gefasst: für gute Pflege, für mehr bezahlbaren Wohnraum, für eine digitale Teilhabe und zur Flüchtlingspolitik.
Beginn meines freiwilligen sozialen Jahres in der Politik/ Demokratie
Hallo miteinander, ich bin Frederic Fraund, 18 Jahre alt, und ich komme aus dem Rheinland, genauer gesagt aus der Nähe von Bonn, aus dem kleinen beschaulichen Ort Bad Honnef. In diesem Frühjahr habe ich mein Abitur bestanden. Schon einige Monate zuvor stellte sich die Frage, was ich nach dem Abitur machen möchte. Nach vielen Internetrecherchen, welche ich getätigt habe, und vielen Beratungsgesprächen, welche ich in Anspruch genommen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Politik/ Demokratie (FSJ-P) im Bundestagsbüro von Mechthild Rawert genau das Richtige für mich wäre.