Rawert vor Ort

Zeit für die Bürgerversicherung

„Für eine nachhaltige Gesundheits- und Pflegepolitik müssen wir also die solidarische Bürgerversicherung einführen und vor allem in der Pflege den Personalmangel bekämpfen und bundesweit einheitliche Pflegestandards festlegen“. So der Kommentar einer Teilnehmerin des Politischen Frühschoppen zum Thema „SPD: Gesundheit und Pflege - (k)eine Frage des Geldes?“. Hierzu eingeladen hatte der Bundestagsabgeordnete Matthias Schmidt aus Treptow-Köpenick in die Diwali Spreelounge am 13. August 2017.

#Mechthildwillswissen: „Raus aus den Mauern, rauf auf die öffentlichen Plätze!“

Besuch in der Paulus-Kirchengemeinde Tempelhof

Für Pfarrer Schaar ist sein Auftrag klar: „Mit der Frohen Botschaft in die Öffentlichkeit gehen!“. Dafür beschreitet er mit seiner Gemeinde vielfältige Wege: Straßenfeste, Arbeit mit Geflüchteten, Ausstellungen, Seelsorge und vieles andere. Stephan Schaar bringt für seine Arbeit vielfältige Erfahrung mit. Er war Dorfpfarrer in Brandenburg, unterrichtete Religionsunterricht am Stadtrand von Berlin und arbeitete als Seelsorger in Dahlem.

Der Theologe wirkt nun im Norden des Bezirks Tempelhof. Hier liegt das Gemeindegebiet der Evangelischen Paulus-Kirchengemeinde. Neben Schaar leisten hier zwei Pfarrerinnen ihren pastoralen Dienst für 6.000 Mitglieder. Die Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und damit zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Aus ehemals drei eigenständigen Gemeinden wurde die Paulus-Kirchengemeinde Tempelhof gebildet.

#Mechthildwillswissen: Pflege im Friedenauer Kiez

Eine inklusive Öffnung von Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz? Das hört sich erstmal gut an, ist aber gar nicht so einfach, wie uns Ulrike Friedel-Franzen, Sozialarbeiterin, Steffi Windisch, Pflegedienstleitung und Franziska Lichtenstein, Geschäftsführerin des Nachbarschaftsheims Schöneberg berichteten. Zusammen mit Dilek Kolat, Friedenauer Abgeordnete und Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, besuchte ich im Rahmen meiner Sommertour „Mechthild will´s wissen“ am 3. August 2017 erneut die Sozialstation Friedenau. Seit meinem letzten Besuch 2011 hat sich die Sozialstation Friedenau) verändert, spezielle Pflegeangebote sind hinzugekommen. Träger der Station ist nach wie vor das Nachbarschaftsheim Schöneberg. Der Vorteil: Die Sozialstation Friedenau hat über die Kontakte zur Häuslichkeit der Pflegebedürftigen hinaus auch gute zu Wohngemeinschaften, zur Tagespflege sowie zu Angeboten der stationären und ambulanten Hospizarbeit. Zugenommen hat der Anteil der notwendigen Beratung.

SPD Friedenau: Wir gedenken Paul Löbe, Sozialdemokrat, Reichstagspräsident von 1920 bis 1932, Bundestagsabgeordneter für Berlin und erster Alterspräsident im Deutschen Bundestag

„Je finsterer es draußen aussieht, umso fester müssen wir die Aufgabe in der eigenen Hand behalten“, lautete einer der Leitsätze von Paul Löbe, Sozialdemokrat, überzeugter Demokrat und Europäer. Er war Reichstagspräsident von 1920 bis 1932 (mit einer einjährigen Unterbrechung), vertrat Berlin im ersten Deutschen Bundestag und war dessen erster Alterspräsident. Die SPD Friedenau gedachte dem langjährigen Reichstagspräsidenten anlässlich seines 50sten Todestages am 3. August 2017 vor dem Haus in der Rubensstraße 118. Hier hatte er von 1936 bis 1939 in einer für ihn besonders schweren Zeit lebte. An sein Wirken erinnerten auf der Gedenkveranstaltung erinnerten gemeinsam mit mir Dilek Kolat, Kreisvorsitzende der SPD Tempelhof-Schöneberg, Friedenauer Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus und Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, und Eva Liebchen, Beisitzerin im Abteilungsvorstand der SPD Friedenau. In meiner Gedenkrede machte ich deutlich, dass Paul Löbe sein ganzes Leben dem Einsatz für die soziale Demokratie, für Freiheit und Menschenrechte gewidmet hatte. Er war Politiker und Europäer im besten Sinne. Sein Lebensweg zeigt: Engagement in Politik und Gesellschaft lohnt. Das können wir für unsere Zukunft und ihre Gestaltung von ihm lernen. Sein Beispiel zeigt, dass die Freiheit unermüdlichen Einsatz fordert.

Erinnern an den "Porajmos" – Die Ausgrenzung der Roma und Sinti beenden

Der Holocaust an den Roma und Sinti - auf Romanes "Porajmos" (Verschlingen) - vernichtete die Leben von einer halben Million Männern, Frauen und Kindern. Der Holocaust an den Sinti und Roma wurde nach der Befreiung vom Nationalsozialismus jahrzehntelang aus dem historischen Gedächtnis und der öffentlichen Erinnerung verdrängt.  Ich danke der seit einigen Jahrzehnten in Europa existierenden Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma dafür, dass sich die Erinnerung an den Völkermord an den Sinti und Roma langsam verändert.  "Die Behandlung von Roma ist der Lackmus-Test einer Demokratie", sagte Vaclav Havel bezogen auf die heutige Situation einmal. Fakt ist: Diesen Test muss unsere Demokratie, muss Europa erst noch bestehen.

Am 2. August 2017 kamen mehrere hundert Menschen am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas zur Gedenkstunde „… Ohne Worte … Keine Tränen.“ Erinnern an die Ermordung der letzten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau 1944 zusammen, um des Genozids an den Sinti und Roma zu gedenken.

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