Vor Ort

Einen Tag die Politik erleben



Am 26. August 2016 morgens um 7.30 Uhr startete am Rathaus Tempelhof wieder eine meiner politischen Tagesfahrten. Frisch und fröhlich machte sich die Gruppe, begleitet von einer Betreuerin des Bundespresseamtes und meiner Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro, Manuela Harling, auf den Weg zum Reichstagsgebäude.

Vortrag im Plenarsaal und Diskussion über die anstehenden Gesetzesvorhaben

Nach dem notwendigen Sicherheitscheck informierte sich die Gruppe bei einem Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals des Deutschen Bundestages über Abläufe des deutschen Parlamentes, über die Rolle der einzelnen Abgeordneten und die der Fraktionen. Aufklärung gab es auch über die Hintergründe zu den häufig leeren Reihen bei Plenarsitzungen. Kaum jemand weiß, dass zeitgleich zu den Plenardebatten Arbeitsgruppen tagen, Besuchergruppen anwesend sind, Gespräche mit Verbänden und Organisationen geführt werden. BürgerInnen können aber darauf vertrauen, dass - je nach Thema - die zuständigen FachpolitikerInnen immer anwesend sind.

Mechthild will’s wissen: Sommerfrühstück mit Vertreter*innen der Migrationsarbeit

„Vielfalt ist unsere Zukunft, freundschaftliches Aufeinanderzugehen unsere große Chance“, so der Tenor der Teilnehmer*innen meines Sommerfrühstücks „Mechthild will‘s wissen“ zum Thema Migration, Vielfalt und Respekt am 13. Juli 2017 im HUZUR Nachbarschaftstreffpunkt. Zusammen kamen Menschen mit sehr viel Know How und Innovationsvermögen, die an ganz unterschiedlichen Stellen in Tempelhof-Schöneberg aktiv.

So berichtete Lina Ganama, dass sie ihre Idee, Beratung über „Whatsapp“ anzubieten, in die Tat umgesetzt habe. Lina Ganama ist Mitarbeiterin des Projekts Al Nadi, das seit 1979 existiert und eine zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für arabische Frauen aus ganz Berlin ist. Lina Ganama ist spezialisiert auf die Beratung bei Häuslicher Gewalt und hat über das Medium „Whatsapp“  ein sehr niederschwelliges Beratungsangebot geschaffen. Dieses werde aktuell vor allem von geflüchteten Frauen aus Syrien, dem Irak, aber auch aus Libyen, dem Libanon, und aus Marokko und Ägypten genutzt. Die Frauen kommen aus allen Altersgruppen (20 bis 60 Jahren) und allen Bildungsschichten (Analphabetin bis Akademikerin). Viele haben Häusliche Gewalt bereits in den Heimatländern erfahren und nutzen das Beratungsangebot gern.

Psychosomatische Tagesklinik für Schmerzmedizin in Tempelhof eröffnet

Menschen mit chronischen Schmerzen erleben oft, dass ihre Schmerzen nicht ernst genommen werden – und dass, obwohl chronischer Schmerz heutzutage als eigenständige Krankheit gilt. Die Lebensqualität chronisch Schmerzhabender ist erheblich verschlechtert, da es häufig zu Aktivitätseinschränkungen, zu Stimmungsbeeinträchtigungen sowie zu sozialen und beruflichen Problemen kommt, Beruf, Familie und Freizeit im Alltag erheblich beeinträchtigt sind. Schmerzpatient*innen brauchen eine spezielle schmerzmedizinische Behandlung, die alle Faktoren ernst nimmt, um einen neuen Umgang mit den Schmerzen zu erlernen.

Inklusion in Schöneberg

In der Koburger Straße, in der Nähe des Innsbrucker Platzes, hat „Vielfältiges Menschenbild“ seine Räumlichkeiten. Ich danke für die Einladung und für das gemeinsame Kochen und Essen. Der gemeinsam mit den jungen Menschen hergestellte Flammkuchen mit Salat erforderte viel Schnippelarbeit – eine Arbeit, die ich mir zu Hause selten mache.

Begegnet bin ich einer Gruppe junger Menschen mit Beeinträchtigungen, die alle erkennbar ein eigenständiges Leben führen wollen. Dass sie alle eine Migrationsbiographie, einige auch Fluchterfahrungen haben, war an diesem Tag in keiner Weise entscheidend, kommuniziert wurde in deutscher Sprache.

Vielfältiges Menschenbild ist ein gemeinnütziges Unternehmen in der Eingliederungshilfe und bietet seit Januar 2014 soziale Dienstleistungen im Bereich ambulante Hilfen für behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Das Team verfügt über langjährige Erfahrungen und multikulturelle Kompetenz in der Eingliederungshilfe. Eine Besonderheit ist die hohe Mehrsprachigkeit, u.a. in den Sprachen Deutsch, Kurdisch, Türkisch, Arabisch, Russisch, Rumänisch, Bulgarisch.

Integration, Inklusion, Partizipation - Grußworte als wichtige politische Impulse

Es gibt immer wieder Wochenendtage, die vor lauter bezirklicher Festivitäten zu genauer Planung herausfordern. So war es auch am sonnigen Freitag, den 14. Juli, und am Samstag, den 15. Juli. So viele Sommerfeste – und etliche in Tempelhof habe ich dann auch besucht. Und es war eine Freude teilzunehmen am Sommerfest im Übergangswohnheim Marienfelder Allee, am Sommerfest im Georg-Kriedte-Haus, einem Wohnheim für Flüchtlinge, dem Sommerfest im Tiele-Winckler-Haus - beide in Lichtenrade - und anschließend am Kiezfest vor der Kirche auf dem Tempelhofer Feld in Neu-Tempelhof.

  1. 1.    Sommerfest im Übergangswohnheim Marienfelder Allee

Ab 15.00 Uhr füllten sich die Plätze, die mit Kreativständen und einer Hüpfburg, vielen Essens- und Getränkeständen ein neues Gesicht bekamen. Auf der Bühne gestalteten die Kinder wieder ein tolles Programm.

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