Vor Ort

Eine selbstbestimmte Familienplanung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Das Bundesforum Familie organisierte am 28. Juni 2017 in Berlin eine Auftaktveranstaltung zum Modellprojekt „biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung“ . Das Modellprogramm dient der Verbesserung einer selbstbestimmten Familienplanung. 

Seit der Studie „frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf von Frauen – Schwerpunkt: Ungewollte Schwangerschaften“ ist belegt, dass sexuell aktive Frauen mit einer niedrigen Bildung und/oder mit einer subjektiv als schlecht eingeschätzten finanziellen Situation häufiger nicht verhüten – und dass obwohl sie keinen Kinderwunsch haben. Frauen, die staatliche Transferleistungen erhalten (ALG II, Grundsicherung) nehmen seltener die Pille und verhüten seltener mit der Spirale, dafür aber häufiger mit Kondomen. Sie überantworten damit ihre persönliche Familienplanung verstärkt auf die Männer.

Dresdner Bahn: Never ending story oder Ende mit Schrecken?

Die Dresdner Bahn hat eine lange Geschichte. Bereits 1875 wurde die Strecke von der Berlin-Dresdener-Eisenbahn-Gesellschaft gebaut. Im 20. Jahrhundert wurde sie zu  einer wichtigen Verbindung in die Sächsische Residenzstadt Dresden. Krieg und Kriegsfolgen machten auch vor der Dresdner Bahn keinen Halt. Die Dresdner Bahn hatte durch Kriegszerstörung und Reparationsleistungen nur noch ein Gleis auf dem ab 1952 nur noch die S-Bahn fuhr. Der Bau der Berliner Mauer hatte für die Strecke Dresdner Bahn zur Folge, dass das Streckenende bereits im S-Bahnhof Lichtenrade lag. Die DDR richtete auf der anderen Seite einen Pendelverkehr zwischen Mahlow und Blankenfelde ein.

Auf West-Berliner Gebiet richtete die BVG in den 80er Jahren wieder einen zweigleisigen S-Bahnbetrieb ein. An eine Wiederinbetriebnahme der Dresdner Bahn als wichtige Verkehrsverbindung über die Stadtgrenze hinaus war nicht zu denken.

Landesfrauenrat Berlin: Zukunft der Pflege in Berlin - Pflegearbeit neu bewerten!

Dem Landesfrauenrat Berlin e.V. (LFR) gehören derzeit 43 Mitgliedsorganisationen an - Frauenprojekte, Berufsverbände, Gewerkschaften und Frauengruppen politischer Parteien, konfessionell gebundene und kulturorientierte Vereinigungen, Unternehmerinnenverbände sowie Gruppen zur Freizeitgestaltung. Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Frauengremium sich dem Thema Pflege in Berlin zuwendet. Auch in Berlin ist Pflege eine Herausforderung für sehr viele Politikfelder, nicht nur an die Versorgungsstrukturen. Im alltäglichen Leben ist Pflege immer noch eine überwiegend an Frauen gerichtete Herausforderung für Jüngere und Ältere, als professionell Pflegende, als pflegende Angehörige, als Pflegeempfangende.

Verleihung der „Louise-Schroeder-Medaille“

In diesem Jahr jährte sich der Geburtstag von Louise Schroeder, die bis heute einzige Frau an der politischen Spitze Berlins, zum 130. Mal und auch ihr 60. Todestag wird 2017 begangen. Als stellvertretendes Mitglied des Kuratoriums  „Louise-Schroeder-Medaille“ freue ich mich immer wieder, wie viele großartigen Persönlichkeiten und Organisationen Berlin hat. Ich freue mich über die Verleihung der Louise-Schroeder-Medaille an Prof. Dr. Karin Hauser.

SPD Berlin beschließt die Einführung der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP)


Die Berliner SPD ist eine progressive Partei. Das gilt insbesondere auch die SPDqueer - Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung. Ich freue mich über diese bundesweit agile SPD-Arbeitsgemeinschaft sehr. Ihre Bundesvorsitzende Petra Nowacki, eine Tempelhof-Schönebergerin, wird von mir ebenso nach Kräften unterstützt wie die SPDqueer Berlin. Unser gemeinsames Ziel: Jeder Mensch muss sein Leben selbstbestimmt entfalten können, bestehende Diskriminierungen sind zu beseitigen.

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