Vor Ort

Mehr Inklusion in Schöneberg: Wie kann ein Spatenstich dazu beitragen?

Spatenstich für den Neubau von Teilen des Wohnhauses Dominicus - das war der ganz besondere Höhenpunkt des traditionelle Sommerfestes Pinel gGmbH, Initiative für psychisch Kranke. Der weitergehende Abbau von sozialen Barrieren in der Dominicusstraße kommt der Eingliederung der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in die normale Alltagswelt zugute. Das Sommerfest mit seinem abwechslungsreichen musikalischen und künstlerischen Programm fand am 6. Juli 2017 im Garten des Wohnhauses Dominicus in der Dominicusstraße 5-9 statt. Ich danke Pinel dafür, dass sich der Träger so stark macht für einen neuen Umgang mit psychischer Krankheit in unserer Gesellschaft und für die Integration der Betroffenen in unsere Gesellschaft.

100jähriges Jubiläum der Kolonie Eschenallee

Es ist mir immer eine Freude, an runden Jubiläen teilzunehmen, die auf ein sehr langes Bestehen hinweisen,  da sich dahinter viel Leben, viel Geschichte verbirgt. Daher danke ich auch sehr für die Einladung, zum 100-jährigen Jubiläum der Kleingartenkolonie Eschenallee ein Grußwort halten zu dürfen. 100 Jahre Kleingartenkolonie Eschenallee bedeutet, dass Menschen vieler Generationen hier das Land beackert haben und jede Ecke der Anlage viel zu berichten hat. Meine Bitte an alle Jubilare, die ggf. auch für das große Jubiläum in der Vereinsgeschichte recherchiert haben: Bitte geben Sie jeweils ein Exemplar ihrer Jubiläumszeitschrift an das Archiv der Museen von Tempelhof-Schöneberg. So erhalten wir unsere Geschichte lebendig. Dem sind sich Kleingärtner bewusst: So wurde ich auf die Zeitschrift „Das grüne Berlin“ des Vereins für die Geschichte Berlins e.V. hingewiesen.

Reinhard Schramm, Mitglied des Geschäftsführendes Vorstandes des 1924 gegründeten Bezirksverbandes der Kleingärtner e.V. Tempelhof gratulierte im Rahmen des Verbandes und brachte gleich zwei Urkunden zur Ehrung mit: eine des Bezirksverbandes und auch eine des Landesverbandes.

Eine selbstbestimmte Familienplanung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Das Bundesforum Familie organisierte am 28. Juni 2017 in Berlin eine Auftaktveranstaltung zum Modellprojekt „biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung“ . Das Modellprogramm dient der Verbesserung einer selbstbestimmten Familienplanung. 

Seit der Studie „frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf von Frauen – Schwerpunkt: Ungewollte Schwangerschaften“ ist belegt, dass sexuell aktive Frauen mit einer niedrigen Bildung und/oder mit einer subjektiv als schlecht eingeschätzten finanziellen Situation häufiger nicht verhüten – und dass obwohl sie keinen Kinderwunsch haben. Frauen, die staatliche Transferleistungen erhalten (ALG II, Grundsicherung) nehmen seltener die Pille und verhüten seltener mit der Spirale, dafür aber häufiger mit Kondomen. Sie überantworten damit ihre persönliche Familienplanung verstärkt auf die Männer.

Dresdner Bahn: Never ending story oder Ende mit Schrecken?

Die Dresdner Bahn hat eine lange Geschichte. Bereits 1875 wurde die Strecke von der Berlin-Dresdener-Eisenbahn-Gesellschaft gebaut. Im 20. Jahrhundert wurde sie zu  einer wichtigen Verbindung in die Sächsische Residenzstadt Dresden. Krieg und Kriegsfolgen machten auch vor der Dresdner Bahn keinen Halt. Die Dresdner Bahn hatte durch Kriegszerstörung und Reparationsleistungen nur noch ein Gleis auf dem ab 1952 nur noch die S-Bahn fuhr. Der Bau der Berliner Mauer hatte für die Strecke Dresdner Bahn zur Folge, dass das Streckenende bereits im S-Bahnhof Lichtenrade lag. Die DDR richtete auf der anderen Seite einen Pendelverkehr zwischen Mahlow und Blankenfelde ein.

Auf West-Berliner Gebiet richtete die BVG in den 80er Jahren wieder einen zweigleisigen S-Bahnbetrieb ein. An eine Wiederinbetriebnahme der Dresdner Bahn als wichtige Verkehrsverbindung über die Stadtgrenze hinaus war nicht zu denken.

Landesfrauenrat Berlin: Zukunft der Pflege in Berlin - Pflegearbeit neu bewerten!

Dem Landesfrauenrat Berlin e.V. (LFR) gehören derzeit 43 Mitgliedsorganisationen an - Frauenprojekte, Berufsverbände, Gewerkschaften und Frauengruppen politischer Parteien, konfessionell gebundene und kulturorientierte Vereinigungen, Unternehmerinnenverbände sowie Gruppen zur Freizeitgestaltung. Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Frauengremium sich dem Thema Pflege in Berlin zuwendet. Auch in Berlin ist Pflege eine Herausforderung für sehr viele Politikfelder, nicht nur an die Versorgungsstrukturen. Im alltäglichen Leben ist Pflege immer noch eine überwiegend an Frauen gerichtete Herausforderung für Jüngere und Ältere, als professionell Pflegende, als pflegende Angehörige, als Pflegeempfangende.

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